Blattwerk

Gestern erschien in der SZ eine >Buchbesprechung von Marko Dinić zu >Bora Ćosić, Im Zustand stiller Auflösung, in der ein, zwei qualifizierte Lorbeerblätter für mich abfallen, und weil es so selten ist, dass Rezensentinnen nicht nur einen allgemeinverbalen Hofknicks vor Übersetzerinnen absolvieren (wenn überhaupt), sondern inhaltlich-beurteilend kommentieren, gestatte ich mir die Selbstverliebtheit, >Marko Dinić hier zu zitieren:

Die Lektüre der sich manchmal über eineinhalb Seiten erstreckenden Sätze ist ein Genuss, weil sie von den aberwitzigen, grotesken, mitunter menschen- und menschheitsverachtenden Ansichten ihres Sprechers humorvoll aufgewogen werden. Die Übersetzerin, Brigitte Döbert, beweist bei der Ausformulierung der vertrackten Passagen einen langen Atem und zeigt eindrucksvoll, warum sie zur deutschen Stimme serbokroatisch-sprachiger Autorinnen und Autoren geworden ist.

Auch wenn es natürlich völlig übertrieben ist, mich zu „der“ Stimme der Autorinnen einiger der dortigen Sprachen hochzustilisieren, ich habe wunderbare, nicht nur meinerseits hochgeschätzte Kolleginnen!!

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