Kontanimiert

Manchmal stolpert man binnen weniger Tage gleich mehrfach über etwas, wovon man bis dato nix wusste. So ging es mir letzte Woche mit Kontamination. Das Wort ist mir natürlich schon oft untergekommen, nicht aber in seiner linguistischen Sonderbedeutung. Erst stieß ich beim Übersetzen – inzwischen sitze ich an dem amerikanischen Sachbuch „Stalin und die Wissenschaftler“ von Simon Ings – über „portmanteau“, woraus im Deutschen Kofferwort oder eben Kontamination in besagter Sonderbedeutung wird. Und dann begegnete ich ihm zwei Tage später, genauer am Donnerstag, den 13. Oktober 2016, bei einer Übersetzerfortbildung im LCB wieder: Kontamination ist im Deutschen (und sicher auch in anderen Sprachen) eine Möglichkeit, neue Wörter zu bilden. Dabei werden zwei Wörter zu einem zusammengezogen, wobei eins der beiden ordentlich Buchstaben lässt. Das Beispiel im Vortrag von Katrin Hein: Smombie, das „Jugendwort des Jahres 2015“, gebildet aus Smartphone und Zombie, einer, der nur noch auf sein Handy glotzt. Was mich nach längerem Radfahrn zu meinem Titel animierte.

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